Die Bambouseraie en Cevennes: Ein exotischer Ausflug ganz in der Nähe unseres Ferienhauses
Wer nicht erwartet hätte, mitten in den Cévennen auf einen 34 Hektar großen Bambuswald zu treffen, ist mit dieser Reaktion nicht allein. Die Bambouseraie en Cévennes in Générargues, direkt bei Anduze, gehört zu den ungewöhnlichsten Ausflugszielen in unserer Umgebung – und lässt sich gut mit einem Ausflug in die Altstadt von Anduze oder einer Fahrt mit dem historischen Dampfzug verbinden.
Hier findet ihr die Anfahrt vom Ferienhaus, was euch im Park erwartet und wo wir zum Essen hinfahren würden.
Anfahrt vom Ferienhaus
Von Saint-Victor-de-Malcap aus dauert die Fahrt gut eine Stunde.
Entfernung: ca. 40 km
Fahrzeit: ca. 55 Minuten
Route: Route de Saint-Ambroix und weiter über die Route d'Alès Richtung Anduze/Générargues
Parken: kostenlose Besucherparkplätze direkt am Eingang, auch für Wohnmobile und Busse
Was euch in der Bambouseraie erwartet
Der Garten wurde 1856 von Eugène Mazel angelegt, einem Botanik-Liebhaber, der mit dem Gewürzhandel sein Vermögen gemacht hatte. Trotz mehrerer Eigentümerwechsel ist der Park bis heute eine der bedeutendsten Bambussammlungen Europas geblieben.
Rund 300 Bambusarten und -sorten, teils meterhoch, auf 34 Hektar Fläche
Nachbildung eines laotischen Dorfes mitten im Park
Rund 5 Kilometer Wasserkanäle, die sich durch das gesamte Gelände ziehen
Daneben asiatische Sträucher und Bäume, Ginkgo biloba und Mammutbäume
Ein Rundgang dauert je nach Tempo zwischen 1,5 und 2,5 Stunden. Festes, aber luftiges Schuhwerk lohnt sich, da einige Wege in der Nähe der Wasserkanäle feucht sein können.
Öffnungszeiten: Die Bambouseraie ist von Ende Februar bis Mitte November täglich geöffnet, mit saisonal unterschiedlichen Zeiten. Der letzte Einlass ist jeweils eine Stunde vor Schließung. Die genauen Zeiten und aktuellen Eintrittspreise checkt ihr am besten kurz vorher auf der offiziellen Website, da sie sich von Monat zu Monat leicht verschieben.
Kombiniert mit dem Dampfzug der Cevennes
Wer den Ausflug etwas ausdehnen möchte, kann die Bambouseraie gut mit dem Train à Vapeur des Cévennes verbinden, der zwischen Anduze und Saint-Jean-du-Gard verkehrt. Die Fahrt dauert etwa 40 Minuten pro Strecke, ein Halt an der Bambouseraie ist optional.
Anduze selbst nicht auslassen
Der kleine Ort Anduze lohnt sich als Ergänzung zur Bambouseraie:
Altstadt: enge Gassen, historische Plätze und bunte Dachziegel prägen das Ortsbild
Töpfertradition: Anduze ist seit Jahrhunderten für seine Keramik bekannt, insbesondere die berühmte "Vase d'Anduze", die um 1610 nach florentinischem Vorbild entstand. In mehreren Werkstätten könnt ihr den Töpfern bei der Arbeit zusehen
Sonntagsmarkt: der Wochenmarkt am Sonntagvormittag ist ein guter Anlass, den Ausflug mit einem Bummel zu verbinden
Unsere Restaurant Empfehlung: Mas de l’Antidot’
Für den Abschluss des Ausflugs empfehlen wir das Mas de l'Antidot'in Saint-Nazaire-des-Gardies, gut 20 Minuten von der Bambouseraie entfernt – ein kleines Restaurant mit feiner, regionaler Küche und einer Terrasse mit Blick auf die Cévennen.
Adresse: 102 La Pénarie, 30610 Saint-Nazaire-des-Gardies
Konzept: französische Küche mit regionalen Zutaten, die Karte wechselt monatlich
Atmosphäre: Terrasse mit Bergblick im Sommer, gemütlicher Speiseraum mit Kamin in der kühleren Jahreszeit
Praktische Tipps
Beste Reisezeit: Frühling und früher Herbst, wenn es im Park angenehm kühl unter dem Bambus ist
Zeitbudget: ein halber bis ganzer Tag für Bambouseraie und Anduze, ein ganzer Tag mit Dampfzug und Restaurant-Besuch
Mit Kindern: das laotische Dorf und die Wasserkanäle kommen bei Kindern erfahrungsgemäß gut an, ebenso die Zugfahrt
Kombinieren: wer noch Zeit hat, kann die Fahrt zur Corniche des Cévennes oder ins nahe Saint-Jean-du-Gard ausdehnen
Zwischen Bambuswald, Dampfzug und Töpferstadt lässt sich hier ein ganzer Tag verbringen, der sich deutlich von anderen Ausflugszielen der Region abhebt.